Tokyo

21 Okt

Gestern war ich ganz spontan in Tokyo!
Für Dennis stand schon lange fest, dass er am Samstag nach Tokyo gehen würde, aber als er mich dann einen Tag vorher fragte, ob ich nicht auch Lust hätte, habe ich spontan ja gesagt.

Wisst ihr, Tokyo hat mich nie gereizt, sondern immer nur die Kansairegion. Nach meinem Sprachschulaufenthalt will ich auf jeden Fall viel Zeit in Osaka und Kyoto verbringen. Trotzdem habe ich mich entschieden, doch nach Tokyo zu fahren, weil es vielleicht eine einmalige Chance ist dort hinzukommen, da ich aus eigenem Antrieb diese Reise sicher nicht gemacht hätte.

Wir sind um 6 Uhr aufgestanden und haben den Bus in Chayashinden nach Oogaki um 7:36 genommen. Ich war noch sehr müde, war aber total aufgeregt!
In Oogaki angekommen, mussten wir weiter mit dem Zug nach Nagoya und von dort aus nahmen wir den Shinkansen nach Tokyo.

Das war das erste Mal, dass ich mit dem Shinkansen gefahren bin! Er ist echt schnell! :D
Da ich aber so müde war, habe ich einige Zeit geschlafen, eigentlich echt schade, denn die Fahrt hin und zurück hat ca. 200 Euro gekostet, weswegen man sich die Landschaft vielleicht hätte anschauen sollen.

Gegen 10 Uhr waren wir in Tokyo und suchten Dennis‘ Skype-Freundin, mit der er schon lange Kontakt hatte und weswegen er auch unbedingt noch einmal nach Tokyo wollte: sie treffen.

Yui, so hieß sie, holte uns mit einer Freundin ab, Yurie.
Die beiden waren total nett!!!

Zum Anfang gingen wir nach Asakusa, wo es erst mal eine riesige Einkaufsmeile gab, wenn man das so nennen kann. Kleine Geschäfte, mindestens 500 Meter lang! Und es war so voll!

Dort habe ich mir für mein japanisches Handy einen süßen Katzen- und ein Mädchen im Kimonoanhänger gekauft.

Am Ende der ganzen Geschäfte gab es einen großen Tempel! Sehr groß!

Dort habe ich auch einmal gebetet und ein Omikuji gezogen!

Diese Omikuji bekommt man, indem man ein langes Holzstäbchen aus einer Blechdose rausschüttelt. Auf dem Stäbchen steht dann eine Zahl, diese Zahl muss man auf dem nebenliegenden Regal suchen und einen Zettel rausziehen. Leider hatte ich „Großes Unglück“ gezogen, weshalb ich meinen Zettel um eine gespannte Schnur gehangen habe.

Danach sind wir in ein Restaurant gegangen! Ich hatte erst Angst, dass ich nichts davon esse, weil ich verdammt wählerisch bin. Es gab nur Menüs, ich dachte ich könnte einfach nur Kappamaki haben … aber dann fand ich doch noch etwas leckeres: Reis, darüber Omelett und 2 Fleischstücken. Dazu gab es Misosuppe und einen kleinen Salat. Lecker!!!

Nach dem Essen hatte ich nur einen Wunsch, was ich machen wollte: zum Tokyo Tower. Wenn ich schon in Tokyo bin, dann will ich auch zum Tokyo Tower, ist ja klar, oder?!

Dort angekommen, hat es mich fast umgehauen! Es war unglaublich. :)
Im Tower selbst befindet sich unten eine kleine Shoppingmeile mit kleineren Geschäften und Souvenirs. Ich habe mir einen kleinen Chopperanhänger gekauft, der zusammen mit dem Tokyo Tower abgebildet ist. Kawaii deshou?

Eigentlich wollte ich noch auf den Tokyo Tower drauf, aber es war schon recht spät und mir reichte es vollkommen, da gewesen zu sein. Eigentlich war dies Dennis‘ Tag und ich fand es nett, dass Yui und Yurie den Tower noch in die Planung spontan einbezogen haben.

Danach sind wir zurück nach Akihabara gefahren, und ich muss sagen, dort war ich genauso platt!










An jeder Häuserwand befinden sich Manga und Anime Plakate, an jeder Ecke stehen Maidos und wollen dich überzeugen, in deren Cafe zu gehen.

Ja, das haben wir dann auch mal gemacht und sind tatsächlich in ein Maidocafe.
Dazu haben wir eine Maido angesprochen und diese hat uns dann mitgenommen und zu dem Cafe geführt.

Ein wenig mulmig wurde mir, als wir dann in eine kleinere Seitenstraße abbogen und in einen Aufzug einsteigen sollten.
Oben angekommen, wurden wir auch herzlich von anderen Maidos begrüßt und an einem Tisch gebracht.
Ich war überrascht, dass man dort auch viele Frauen antraf, trotzdem waren natürlich mehr Männer dort.
Am Tisch haben wir, glaube ich, eine kurze Einführung bekommen, was wir Bestellen können und was wir alles machen können. Ich habe nicht viel außer „Nyan, nyan“ und „Moe moe Kyun“ verstanden. :D
Ich habe nur eine Cola getrunken, weil ich vom Essen vorher so satt war. Die anderen haben ein Eis gegessen. Ich muss schon sagen, das Essen sah sehr süß aus. :)

Es wurde natürlich eine Menge (Fan)Service geboten und ich fand es sehr lustig, dass die Japanerinnen, mit denen wir dort waren, immer sagten: „Omoshiroi.“ („Interessant.“)
Aus dem deutschen kenne ich das Wort nur als ein Füllwort, wenn man nicht so ganz weiß , was man davon halten soll. Und so scheint es auch in japanischen zu sein. „Hen!“ („Seltsam!“) hätte es in dem Falle wohl besser getroffen, haha.

Trotzdem wollte ich am Ende ein Foto mit meiner Lieblingsmaido! Insgesamt war es schon sehr … interessant. :) Interessante Erfahrung.

Da man in dem Cafe nicht drehen durfte, habe ich dieses Video gefunden. Das waren zwar nicht unsere Maids, aber es waren genau diese Uniformen und es lief auch so ab, wie in dem Video. Also um einen kleinen Einblick zu bekommen … :D

Nach dem Maidocafe sind wir noch in einigen DVD/CD- und Büchergeschäften gewesen.
Es war wie im Paradies. Mangas, Anime DVDs, Anime Games, AKB CDs, wohin das Auge schaut!!!
Dort will ich später leben! :D
Unglaublich toll fand ich die „Second Hand Shops“! Super gepflegte Mangas für umgerechnet 1-2 Euro. Ich habe mir Cross Game und Yaiba gekauft!

Außerdem habe ich mir noch Kimi ni Todoke, den Live Action Movie gekauft und ein Spiel, welches ich schon seit Jahren suche: Clannad, das PC-Game.
Im Internet war es kaum aufzufinden und wenn, dann mit hohen Zollgebühren usw. Deswegen war ich sehr froh, dass ich es nun endlich in Japan kaufen konnte! Dennis und ich wollen es demnächst mal spielen. :)

Dann war ich sehr überrascht, wie viel dort die AKB CDs kosten … nämlich so gut wie nichts! Rund 2 Euro kostet eine Single, was in Deutschland nicht möglich wäre. Also habe ich mir noch „Everyday Kachuusha“ geholt, weil ich das Lied derzeit immer höre und ich die CD haben wollte.

Dann wurde es langsam Zeit wieder zu gehen.

Da der letzte Bus in Gifu gegen halb elf fuhr, mussten wir bis dahin auch wieder da sein.
Yui und Yurie brachten uns noch zum Tokyo Bahnhof und wir verabschiedeten uns. Die beiden sind wirklich klasse, ich bin froh, sie kennengelernt zu haben. :) Ich hoffe, dass ich weiterhin mit ihnen in Kontakt stehe.

Die Rückfahrt mit dem Shinkansen war sehr schnell, weil ich wieder eingeschlafen bin. Am Gifu Bahnhof haben Dennis und ich noch einen Burger gegessen. Lecker!

Der Tag war also echt super. Ich bin froh, dass ich mit nach Tokyo gefahren bin!
Alleine hätte ich es einfach nicht gemacht, aber nach Japan ohne Tokyo gesehen zu haben … das hätte ich mir sicher nicht verziehen. ;)
Jetzt stehen erst Mal keine größeren Reisen an, jetzt heißt es erst Mal: fleißig Japanisch lernen!

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